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Trinkwasser ist unser kostbarstes Lebensmittel. Rein, klar und erfrischend, wie es aus dem Wasserhahn kommt, ist es für uns ein selbstverständliches Stück Lebensqualität und wesentliche Grundlage unserer Gesundheit. Trinkwasser sichert zugleich die Qualität des Lebens- und Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein und damit die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand unseres Landes.

Für die öffentliche Trinkwasserversorgung wird in Schleswig-Holstein ausschließlich Grundwasser verwendet. Das geförderte und verbrauchte Grundwasser wird dabei durch die Versickerung des Niederschlags im Untergrund ständig wieder erneuert, so dass dieses Versorgungssystem bei uns auf unendlich lange Zeit bestehen bleiben kann. Niederschlagswasser kann allerdings durch Luftverschmutzung, durch Verunreinigungen der Flächen, von denen es abläuft, und durch Schadstoffe im Boden verunreinigt werden. Wasser ist ein hervorragendes Lösungsmittel, das Stoffe auf seinem Sickerweg ins Grundwasser transportiert.

Durch unsere intensive Flächen- und Bodennutzung stieg in den vergangenen Jahrzehnten einerseits der Wasserverbrauch und andererseits die Gefährdung der Grundwasserqualität. Verschmutzungen des Grundwassers, lassen sich, wenn überhaupt, nur mit sehr hohem Aufwand und langwierigen Verfahren wieder entfernen. Auch in Schleswig-Holstein mussten bereits Brunnen geschlossen werden, weil Grenzwerte für die geforderte Qualität des Trinkwassers überschritten wurden.

In Wasserschutzgebieten hat der Grundwasserschutz Vorrang vor anderen Interessen. Es geht darum, Gefährdungen zu vermindern, ohne die Nutzungen Einzelner übermäßig einzuschränken. Nur so können wir das Grundwasser auch für künftige Generationen schützen.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes SH